UGC Creator finden: Der 3-Filter-Prozess für Qualität in 15 Minuten

UGC Creator finden ohne Stress: Der 3-Filter-Prozess für Qualität in 15 Minuten
Montag, 9:15 Uhr: Ihre dritte E-Mail dieser Woche von einem Creator, dessen eingereichtes Video nichts mit Ihrem detaillierten Briefing zu tun hat. Die Lichtverhältnisse sind schlecht, der Ton kaum verständlich, und die Authentizität wirkt aufgesetzt wie ein schlechtes Theaterstück. Sie verbringen erneut Stunden mit Nachbesserungsanfragen, während die Kampagnen-Uhr tickt.
Dieses Szenario kostet Marketing-Teams nicht nur Nerven, sondern konkretes Geld. Laut einer Studie von Content Marketing Institute (2024) verschwenden 68% der Marketing-Verantwortlichen wöchentlich mehr als fünf Stunden allein mit der Suche und Qualitätskontrolle von UGC-Creatorn. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das über zwei vollen Arbeitswochen – Zeit, die für Strategie und Analyse fehlt.
Die Lösung ist nicht mehr Suche, sondern bessere Vorauswahl. Dieser Artikel führt Sie durch einen systematischen 3-Filter-Prozess, mit dem Sie in nur 15 Minuten pro Kandidat*in fundiert entscheiden können, ob ein UGC Creator für Ihre Marke passt. Sie lernen, wie Sie von der unübersichtlichen Masse an Profilen zur kuratierten Auswahl hochwertiger Partner kommen – ohne zusätzliche Tools oder Budgets.
Warum der traditionelle Auswahlansatz Zeit und Budget verbrennt
Die herkömmliche Methode, UGC Creators zu finden, folgt oft einem ineffizienten Muster: Man durchforstet Hashtags, scrollt endlos durch Feed-Empfehlungen oder verlässt sich auf teure Agenturvorschläge. Das Problem? Diese Ansätze bewerten primär Reichweite, nicht Eignung.
Die Illusion der Follower-Zahlen
Ein Creator mit 100.000 Followern generiert nicht automatisch bessere UGC-Inhalte als einer mit 5.000. Tatsächlich zeigt eine Analyse von Mavrck (2023), dass Nano-Influencer (1.000-10.000 Follower) in UGC-Kampagnen eine durchschnittlich 8,5% höhere Engagement-Rate erzielen als Macro-Influencer. Die reine Follower-Zahl sagt wenig über technische Fähigkeiten, Briefing-Treue oder authentische Präsentation aus – die eigentlichen Erfolgsfaktoren für UGC.
Die versteckten Kosten schlechter Auswahl
Betrachten Sie die mathematische Realität: Jede Stunde, die Ihr Team mit der Korrektur suboptimaler Creator-Inhalte verbringt, kostet nicht nur Personalkosten, sondern verzögert Kampagnen-Starts und verringert die Agilität im Markt. Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 85€ für Marketing-Fachkräfte summieren sich zehn Stunden monatlicher Nachbesserungen auf über 10.000€ Jahreskosten – Budget, das direkt in bessere Creator-Honorare oder Kampagnen-Scaling fließen könnte.
Die größte Fehlinvestition im UGC-Marketing ist nicht ein zu hohes Creator-Honorar, sondern die Zeit, die mit der Korrektur vermeidbarer Qualitätsmängel verloren geht.
Filter 1: Der Portfolio-Check – Technische Kompetenz in 5 Minuten bewerten
Morgen früh öffnen Sie die Bewerbung eines potentiellen UGC Creators und konzentrieren sich nicht auf die Bio oder Follower-Zahl, sondern ausschließlich auf drei konkrete Elemente seines Portfolios. Dieser erste Filter eliminiert bereits 60% der ungeeigneten Kandidat*innen, wie Daten aus Testläufen zeigen.
Die 3-Punkte-Checkliste für technische Qualität
Erstens: Video- und Audioqualität. Spielen Sie ein zufälliges Video ohne Ton ab – ist die Bildkomposition ansprechend? Sind die Lichtverhältnisse konsistent? Dann mit Ton: Ist die Sprache klar verständlich ohne störende Hintergrundgeräusche? Zweitens: Konsistenz. Zeigen mindestens drei der letzten Beiträge ähnliche Qualitätsstandards? Einzelne Hochglanz-Inhalte zwischen amateurhaften Posts signalisieren unzuverlässige Lieferqualität. Drittens: Briefing-Umsetzung. Gibt es Beispiele für markenneutrale Produktpräsentationen? Creator, die nur Eigenwerbung oder stark markengebundene Kooperationen zeigen, haben oft Schwierigkeiten, den neutralen, authentischen UGC-Ton zu treffen.
Rote Flaggen im Portfolio erkennen
Achten Sie auf übermäßige Filter-Nutzung, die echte Produktdetails verschleiert. Vorsicht bei Creatorn, deren gesamtes Portfolio aus gesponserten Posts besteht – hier fehlt oft die authentische Nutzerperspektive. Ein weiterer Warnhinweis: Fehlende Variation in Aufnahme-Settings. Creator, die immer im selben Raum mit identischem Hintergrund filmen, bieten wenig kreative Flexibilität für unterschiedliche Kampagnen-Anforderungen.
| Portfolio-Element | Was zu suchen ist | Was zu vermeiden ist |
|---|---|---|
| Videoqualität | Stabile Aufnahmen, natürliches Licht, klarer Fokus | Stark verwackelt, dunkel/überbelichtet, unscharf |
| Audioklarheit | Deutliche Sprache, minimale Hintergrundgeräusche | Echo, Windgeräusche, überlagerte Musik |
| Inhaltstypen | Mix aus verschiedenen Formaten (Tutorials, Reviews, Day-in-Life) | Nur eine Art von Content (z.B. nur Haul-Videos) |
| Markenintegration | Natürliche Produktplatzierungen, authentische Nutzung | Aufdringliche Werbesprache, übertriebene Begeisterung |
Filter 2: Die Engagement-Analyse – Echte Reichweite vs. leere Zahlen
Nachdem Filter 1 die technisch Ungeeigneten aussortiert hat, geht es im zweiten Schritt darum, die tatsächliche Wirkung der Inhalte zu bewerten. Dieser Filter benötigt maximal 5 Minuten und konzentriert sich auf Qualität statt Quantität der Interaktion.
Engagement-Rate richtig interpretieren
Die einfache Formel – (Likes + Kommentare) / Follower × 100 – gibt einen ersten Anhaltspunkt, aber die wahre Kunst liegt in der Interpretation. Eine Engagement-Rate von 3% bei 50.000 Followern ist weniger überzeugend als 8% bei 8.000 Followern, wenn die Kommentare substanziell sind. Laut Benchmark-Daten von HypeAuditor (2024) liegt die durchschnittliche Engagement-Rate für UGC-taugliche Creator auf Instagram bei 4,2% für Mikro-Influencer (10k-100k Follower), während Mega-Influencer (>1M Follower) nur auf 1,1% kommen.
Die Qualität der Interaktion bewerten
Scrollen Sie durch die Kommentare der letzten fünf bis sieben Posts. Finden Sie dort echte Fragen, persönliche Erfahrungsberichte oder konstruktive Diskussionen? Oder dominieren generische Emoji-Ketten und oberflächliche Komplimente? Tiefe, qualitative Interaktionen signalisieren eine engagierte Community, die dem Creator vertraut – genau die Glaubwürdigkeit, die auf Ihre Marke übertragbar ist.
Reichweite vs. Resonanz abwägen
Frage Sie sich: Würde ich diesem Creator in seinem Fachgebiet auch ohne Kooperation folgen? Wenn die Antwort nein ist, warum sollte es seine Community tun? Ein Creator im Fitnessbereich mit durchschnittlich 200 Views pro Video, aber detaillierten Fragen zu Trainingsplänen in den Kommentaren, erreicht vielleicht weniger Menschen, aber die Richtigen.
Echte Influence zeigt sich nicht in Follower-Zahlen, sondern in der Fähigkeit, eine Community zu konkreten Handlungen zu bewegen – sei es eine Frage zu stellen, eine Erfahrung zu teilen oder ein Produkt zu erwerben.
Filter 3: Die Authentizitäts-Bewertung – Die Chemie zwischen Creator und Marke
Die letzten 5 Minuten des Prozesses entscheiden über Passgenauigkeit. Hier geht es nicht mehr um messbare Metriken, sondern um das schwer quantifizierbare Gefühl der Authentizität. Passt der Creator-Stil zu Ihrer Markenstimme? Würde seine Community seine Nutzung Ihres Produkts als plausibel empfinden?
Stimmigkeit mit Markenwerten prüfen
Analysieren Sie die non-verbalen Signale: Nutzt der Creator eine Ästhetik, die zu Ihrer Zielgruppe passt? Spricht er eine Sprache, die Ihre Kunden verstehen? Ein Beispiel: Ein nachhaltiges Eco-Label sollte mit Creatorn zusammenarbeiten, deren Content natürliches Licht, minimalistische Settings und bewussten Konsum reflektiert – nicht mit Creatorn, deren Feed von Shopping-Hauls und Luxus-Prunk dominiert wird.
Das Briefing-Test-Szenario
Stellen Sie sich vor, Sie geben diesem Creator ein konkretes, anspruchsvolles Briefing: „Zeigen Sie, wie unser Produkt Ihr morgendliches Ritual verbessert, ohne es explizit zu bewerben.“ Können Sie sich basierend auf dem bestehenden Portfolio vorstellen, dass er diese Aufgabe authentisch umsetzt? Wenn Sie zweifeln müssen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Ergebnis gekünstelt wirkt.
Red Flags in der Kommunikation
Achten Sie auf erste Anzeichen in der Bewerbung oder Initialkommunikation: Reagiert der Creator auf individuelle Punkte Ihrer Ausschreibung oder schickt er Standardantworten? Fragt er nach Details oder geht er sofort zum Honorar über? Diese frühen Interaktionen sind oft Mikrokosmen der späteren Zusammenarbeit.
| Bewertungsaspekt | Fragen zur Selbstprüfung | Entscheidungshilfe |
|---|---|---|
| Ästhetische Passung | Würde ein Screenshot dieses Creators natürlich in meinem Marken-Feed wirken? | Wenn Nein → Aussortieren |
| Sprachlicher Fit | Verwendet der Creator einen Ton, der meiner Zielgruppe entspricht? | Wenn teilweise → Prüfen, ob anpassbar |
| Glaubwürdigkeit der Nutzung | Kann ich mir diesen Creator als echten Nutzer meines Produkts vorstellen? | Wenn Nein → Aussortieren |
| Kooperationsbereitschaft | Zeigt der Creator in bisherigen Kooperationen Flexibilität und Professionalität? | Wenn unbekannt → Referenzen anfordern |
Praktische Umsetzung: So integrieren Sie den 3-Filter-Prozess in Ihren Workflow
Die Theorie ist klar, aber wie sieht die praktische Integration in Ihren bestehenden Arbeitsablauf aus? Die Implementierung erfordert weniger radikale Veränderung als vielmehr systematische Neustrukturierung Ihrer Sichtungsroutine.
Die 15-Minuten-Timer-Methode
Stellen Sie einen Timer auf 15 Minuten pro Kandidat*in. Verteilen Sie die Zeit bewusst: 5 Minuten für Filter 1 (technische Prüfung), 5 Minuten für Filter 2 (Engagement-Analyse), 5 Minuten für Filter 3 (Authentizitäts-Check). Diese Zeitbegrenzung zwingt zu fokussierter Bewertung statt endlosem Scrollen. Nach drei Wochen Anwendung berichten Marketing-Teams von einer 65%igen Reduktion der durchschnittlichen Sichtungszeit pro Creator.
Das standardisierte Bewertungsformular
Erstellen Sie ein einfaches Digital-Formular (per Google Forms oder Notion) mit Bewertungskriterien für jeden Filter. Notieren Sie für jeden Kandidaten Punktzahlen (1-5) für: Videoqualität, Audioqualität, Portfolio-Konsistenz, Engagement-Rate, Kommentar-Qualität, Ästhetische Passung, Sprachlicher Fit und Glaubwürdigkeit. Ein Creator muss in mindestens zwei der drei Filter eine Mindestpunktzahl erreichen, um in die engere Wahl zu kommen.
Vom Einzel- zum Team-Entscheidungsprozess
Bei größeren Kampagnen mit mehreren Verantwortlichen: Jedes Teammitglied bewertet unabhängig nach dem 3-Filter-Prozess, dann vergleichen Sie die Ergebnisse in einer kurzen Abstimmungssitzung. Diese Methode reduziert subjektive Verzerrungen und schafft objektivere Entscheidungsgrundlagen. Ein FinTech-Unternehmen implementierte diesen Ansatz und reduzierte die interne Diskussionszeit über Creator-Auswahl um 80%.
Fallstudie: Von 20 Stunden Suche zu 90 Minuten Selektion
Ein mittelständischer Outdoor-Ausrüster mit Fokus auf nachhaltige Produkte stand vor einer typischen Herausforderung: Das Marketing-Team verbrachte durchschnittlich 20 Stunden mit der Suche und Vorauswahl von UGC-Creatorn für eine Frühlingskampagne, nur um festzustellen, dass 60% der ausgewählten Creator unzureichende Inhalte lieferten.
Die Ausgangssituation: Ineffizienz auf allen Ebenen
Das Team durchsuchte manuell Outdoor-Hashtags, sichtete hunderte Profile und traf Entscheidungen basierend auf „Bauchgefühl“ und Follower-Zahlen. Das Ergebnis: Creator mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, aber schlechter Produktpräsentation; Influencer mit großer Reichweite, deren nachhaltige Werte nur oberflächlich waren; und endlose Feedback-Schleifen zur Korrektur von Inhalten.
Die Implementierung des 3-Filter-Prozesses
Sie entwickelten eine einfache Checkliste: Filter 1 prüfte spezifisch Outdoor-taugliche Aufnahmequalität (Wetterbeständigkeit der Videos, natürliches Licht auch im Freien). Filter 2 fokussierte auf Engagement in Outdoor-Communitys (Fachkommentare zu Ausrüstung, nicht nur generische Natur-Begeisterung). Filter 3 bewertete echte Nachhaltigkeits-Praxis (konsistente Themen wie Reparatur statt Neukauf, Mehrweg-Lösungen).
Die messbaren Ergebnisse nach 3 Monaten
Die Sichtungszeit pro Kandidat sank von durchschnittlich 45 auf 15 Minuten. Die Akzeptanzrate der eingereichten ersten Content-Entwürfe stieg von 40% auf 85%. Die Kampagnen-Engagement-Rate erhöhte sich um 120% gegenüber vorherigen UGC-Kampagnen. Entscheidender noch: Das Team gewann wöchentlich 15 Stunden für strategische Arbeit zurück.
Erweiterte Strategien: Wenn die Basis etabliert ist
Sobald der 3-Filter-Prozess zur Routine geworden ist, eröffnen sich erweiterte Möglichkeiten zur Optimierung und Skalierung Ihrer UGC-Creator-Strategie.
Der Creator-Pool: Von Einzelauswahl zur kontinuierlichen Talent-Pipeline
Statt für jede Kampagne neu zu suchen, pflegen Sie einen aktiven Pool von 15-20 bereits geprüften und bewährten Creatorn. Dies reduziert die Vorlaufzeit für neue Projekte von Wochen auf Tage. Ein Beauty-Unternehmen dokumentierte, dass die Nutzung eines vorgeprüften Pools die Time-to-Market für UGC-Kampagnen von 6 auf 2 Wochen reduzierte.
Performance-Tracking über Kampagnen hinweg
Erweitern Sie Ihre Bewertungskriterien um Post-Kampagnen-Metriken: Wie hoch war die tatsächliche Engagement-Rate im Vergleich zur historischen Rate des Creators? Wie viele qualifizierte Kommentare und Fragen generierte der Content? Welche Konversionsraten (falls trackbar) wurden erreicht? Diese Daten fließen zurück in Ihren Pool und verbessern zukünftige Auswahlentscheidungen.
Skalierung durch Mikro-Briefings
Für Creator, die alle drei Filter mit hohen Punktzahlen passieren, entwickeln Sie standardisierte Mikro-Briefings für häufig wiederkehrende Content-Typen (Produktvorstellung im Alltag, Problem-Lösungs-Demonstration, Vergleichsszenario). Dies beschleunigt nicht nur die Briefing-Phase, sondern erhöht die Konsistenz der gelieferten Inhalte.
Der wahre Wert eines systematischen Auswahlprozesses zeigt sich nicht in der ersten erfolgreichen Kampagne, sondern in der kumulativen Zeitersparnis und Qualitätssteigerung über zwölf Monate hinweg.
Häufige Einwände und wie Sie sie entkräften
Jede neue Methodik stößt auf Bedenken. Hier sind die häufigsten Einwände gegen den 3-Filter-Prozess – und evidenzbasierte Antworten.
„Wir haben keine 15 Minuten pro Creator zur Verfügung“
Die Gegenfrage: Wie viel Zeit verbringen Sie aktuell mit der Nachbesserung oder gar Verwerfung ungeeigneter Inhalte? Die 15 Minuten sind eine Investition, die sich durch reduzierte Revisionsrunden und höhere Akzeptanzraten der Erstentwürfe mehrfach amortisiert. Rechnen Sie es durch: 10 Stunden Nachbesserung pro Kampagne entsprechen 20 Kandidaten, die Sie stattdessen mit dem 15-Minuten-Filter prüfen könnten.
„Authentizität lässt sich nicht in 5 Minuten bewerten“
Korrekt – die tiefgreifende Authentizität nicht. Aber Sie können in 5 Minuten eindeutige Warnsignale identifizieren: übertriebene Begeisterung in jedem gesponserten Post, plötzliche Themenwechsel ohne erkennbaren persönlichen Bezug, generische Sprache ohne individuelle Note. Diese Red Flags sind oft innerhalb weniger Minuten erkennbar und sparen Ihnen die Enttäuschung einer unpassenden Zusammenarbeit.
„Unser Budget erlaubt nur Nano-Influencer, die oft unerfahren sind“
Gerade bei begrenztem Budget ist systematische Auswahl entscheidend. Der 3-Filter-Prozess hilft Ihnen, die versteckten Perlen unter den Nano-Influencern zu finden – jene mit herausragender technischer Qualität und hoch engagierter Community, die nur noch auf ihre Entdeckung warten. Laut einer Marktanalyse von Influencer Marketing Hub (2024) liefern die besten 20% der Nano-Influencer bessere ROI-Werte als der Durchschnitt der Macro-Influencer.
Ihr erster Schritt morgen früh
Überlegen Sie nicht, wie Sie diesen Prozess nächsten Monat implementieren. Beginnen Sie morgen mit einem konkreten, zeitsparenden Mini-Schritt: Wählen Sie einen aktuellen oder geplanten UGC-Creator aus Ihrer Liste aus und wenden Sie nur Filter 1 an – den 5-minütigen Portfolio-Check. Bewerten Sie ausschließlich die technische Qualität anhand der drei Punkte: Video, Audio, Konsistenz.
Sie werden innerhalb dieser 5 Minuten eine klarere Entscheidungsgrundlage haben als nach 30 Minuten unstrukturierten Scrollens. Diese eine Erfahrung wird Ihnen demonstrieren, wie systematische Vorauswahl Ihren Workflow verändert. Von dort aus integrieren Sie nächste Woche Filter 2, dann Filter 3 – bis der gesamte Prozess zur natürlichen Routine wird.
Die Qualität Ihrer UGC-Kampagnen wird nicht durch das Budget für Creator-Honorare bestimmt, sondern durch die Intelligenz Ihrer Auswahlmethode. Der 3-Filter-Prozess verwandelt die oft frustrierende Suche nach dem passenden Creator in eine vorhersehbare, zeiteffiziente und ergebnisorientierte Disziplin. Ihre nächste Kampagne beginnt nicht mit unendlichem Scrollen, sondern mit einem 15-Minuten-Timer und der Gewissheit, dass jede investierte Minute Ihre Chancen auf authentische, wirkungsvolle User-Generated Content deutlich erhöht.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist ein UGC Creator und wie unterscheidet er sich von einem klassischen Influencer?
Ein UGC Creator, auch User-Generated-Content-Creator genannt, produziert authentische Inhalte im Auftrag von Marken, die wie organische Nutzerbeiträge wirken sollen. Im Gegensatz zu klassischen Influencern stehen bei UGC Creators nicht Reichweite oder persönliche Markenbindung im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, glaubwürdige, hochwertige Inhalte zu erstellen, die echte Nutzererfahrungen simulieren. Laut einer Studie von Nielsen (2023) werden UGC-Inhalte von 85% der Konsumenten als vertrauenswürdiger eingestuft als reine Markeninhalte.
Wie lange dauert der gesamte Auswahlprozess mit dem 3-Filter-Ansatz tatsächlich?
Der Kernprozess der Vorauswahl und Bewertung lässt sich in etwa 15 Minuten pro Kandidat durchführen. Dies beinhaltet die Anwendung der drei Filter: Portfolio-Check, Engagement-Analyse und Authentizitäts-Bewertung. Die gesamte Prozessdauer von der Suche bis zum finalen Vertrag hängt von der Anzahl der Kandidaten und der Komplexität des Briefings ab, aber die effiziente Vorselektion spart durchschnittlich 70% der bisherigen Sichtungszeit ein, wie interne Daten von Marketing-Agenturen zeigen.
Kann ich diesen Prozess auch für internationale UGC-Kampagnen anwenden?
Absolut. Der 3-Filter-Prozess ist sprach- und kulturübergreifend anwendbar. Die Bewertungskriterien wie technische Qualität, authentische Darstellung und relevante Themenaffinität sind universell. Wichtig ist bei internationalen Kampagnen die zusätzliche Prüfung kultureller Nuancen und lokaler Plattformpräferenzen. Eine Analyse von Sprout Social (2024) zeigt, dass Marken, die systematische Auswahlprozesse für internationale Creator nutzen, eine 40% höhere Engagement-Rate erzielen.
Welche Tools unterstützen den 3-Filter-Prozess am effektivsten?
Für Filter 1 (Portfolio-Check) eignen sich Plattformen wie Insense oder Billo für die direkte Suche. Filter 2 (Engagement-Analyse) wird durch Tools wie HypeAuditor oder Social Blade objektiviert. Für Filter 3 (Authentizitäts-Bewertung) sind manuelle Sichtung und Tools wie Canva für die Briefing-Erstellung hilfreich. Entscheidend ist weniger die Tool-Vielfalt, sondern die konsequente Anwendung der drei Filterstufen auf jede*n Kandidat*in.
Wie messe ich den Erfolg eines nach diesem Prozess ausgewählten UGC Creators?
Der Erfolg lässt sich an drei KPIs messen: Erstens die Produktionsqualität (Bewertung nach Briefing-Erfüllung), zweitens das Engagement (Likes, Kommentare, Shares relativ zur Reichweite) und drittens die Konversionsleistung, falls trackbar. Laut einem Report von HubSpot (2024) erreichen systematisch ausgewählte UGC Creators eine durchschnittlich 2,3-fach höhere ROI-Rate in Performance-Kampagnen im Vergleich zu nicht systematisch ausgewählten Creatorn.
Was sind die häufigsten Fehler, die bei der Auswahl von UGC Creators gemacht werden?
Der häufigste Fehler ist die Fokussierung auf Follower-Zahlen statt auf Portfolio-Qualität und Authentizität. Zweitens fehlt oft ein klares Briefing mit konkreten Beispielen. Drittens wird die Bedeutung von Mikro- und Nano-Influencern mit hoch spezialisierten Communities unterschätzt. Daten von Influencer Marketing Hub (2023) zeigen, dass Kampagnen mit Creatorn unter 10.000 Followern eine 60% höhere Engagement-Rate generieren als solche mit Macro-Influencern über 100.000 Follower.
Wie oft sollte ich meinen Pool an UGC Creators aktualisieren?
Eine quartalsweise Überprüfung und Erweiterung des Creator-Pools ist empfehlenswert. Die Social-Media-Landschaft und Content-Trends entwickeln sich schnell, und neue Talente tauchen kontinuierlich auf. Gleichzeitig lohnt es sich, erfolgreiche Creator für wiederkehrende Zusammenarbeit zu behalten, da sie Ihre Marke bereits kennen. Eine Balance aus 70% bewährten Creatorn und 30% neuen Talenten pro Kampagne hat sich laut Praxisberichten als effektiv erwiesen.
Funktioniert dieser Prozess auch für sehr niche Märkte oder B2B-Themen?
Ja, der Prozess ist besonders für Nischenmärkte wertvoll, da hier die qualitative Vorauswahl noch wichtiger ist. Statt breiter Reichweite zählt fachliche Kompetenz und Glaubwürdigkeit innerhalb einer spezifischen Community. Für B2B-Themen verschiebt sich der Fokus auf Plattformen wie LinkedIn oder Fachforen. Laut einer Studie von LinkedIn (2024) steigt die Effektivität von B2B-UGC-Kampagnen um das 3-fache, wenn die Creator als echte Experten im Feld wahrgenommen werden.