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UGC Creator Deutschland: Die 10 bestzahlenden Branchen

UGC VZ Team
8. Januar 2026
18 Min. Lesezeit
UGC Creator Deutschland: Die 10 bestzahlenden Branchen

UGC Creator Deutschland: Die 10 bestzahlenden Branchen

Donnerstag, 11:30 Uhr: Ihre dritte Besprechung zur neuen Social-Media-Kampagne. Das Budget ist knapp, die Erwartungen hoch. Die klassische Werbeproduktion sprengt die Kosten, und Ihre Zielgruppe schenkt perfekt inszenierten Bildern immer weniger Aufmerksamkeit. Die Lösung könnte ein strategischer Einsatz von UGC Creators sein – professionellen Content-Erstellern, die authentisches Material im Stil eines Verbrauchers produzieren. Dieser Artikel zeigt Ihnen, in welchen Branchen in Deutschland die höchsten Budgets für UGC Creator fließen und wie Sie davon profitieren.

Die Relevanz von User Generated Content (UGC) hat sich fundamental gewandelt. Es geht nicht mehr nur um kostenlose Kundenbewertungen, sondern um eine professionelle Content-Strategie. Laut einer Studie von Stackla (2023) halten 79% der Verbraucher UGC für hoch einflussreich bei ihrer Kaufentscheidung – deutlich mehr als bei reinem Brand-Content. Für Sie als Marketing-Verantwortlichen bedeutet das: Die Integration von UGC ist kein Nice-to-have, sondern ein strategisches Muss für Glaubwürdigkeit und Performance.

Im folgenden Artikel erhalten Sie eine datengestützte Analyse der Top 10 Branchen in Deutschland, die am meisten in UGC Creator investieren. Sie erfahren, welche Content-Formate gefragt sind, mit welchen Budgets Sie rechnen müssen und wie Sie erste, messbare Schritte umsetzen können. Wir beginnen mit einem Blick auf die treibenden Kräfte hinter diesem Trend, bevor wir die Branchen im Detail analysieren.

Die treibenden Kräfte: Warum UGC Creator heute unverzichtbar sind

Der Aufstieg des UGC Creators ist eine direkte Antwort auf veränderte Mediennutzung. Algorithmen auf Plattformen wie TikTok und Instagram priorisieren Content, der natürlich und „unverstellt“ wirkt. Hochglanzwerbung wird oft überscrollt. Ein UGC Creator, also ein professioneller Ersteller von nutzergeneriert wirkendem Content, schließt diese Lücke. Er produziert qualitativ hochwertige Videos, Fotos oder Stories, die die Echtheit von UGC mit der Verlässlichkeit von bezahltem Content verbinden.

Was kostet es, nichts zu tun? Rechnen Sie es sich aus: Wenn Ihre Wettbewerber bereits mit UGC-Content eine 30% höhere Engagement-Rate bei 20% niedrigeren Kosten pro Klick erzielen (Durchschnittswerte laut Socialinsider, 2024), verlieren Sie nicht nur Sichtbarkeit, sondern zahlen langfristig mehr für weniger Effekt. Über fünf Jahre betrachtet kann diese Ineffizienz einen sechsstelligen Betrag an verschwendetem Marketingbudget bedeuten.

UGC ist die Währung des Vertrauens im digitalen Marketing. Marken, die sie nicht nutzen, zahlen einen stetig steigenden Vertrauensrabatt an ihre Konkurrenz.

Die Zusammenarbeit funktioniert meist projektbasiert: Sie als Unternehmen beauftragen einen Creator gegen Festhonorar, erhalten die Nutzungsrechte an den produzierten Assets und können diese in Ihren eigenen Kanälen – inklusive bezahlter Werbung – einsetzen. Der Vorteil liegt in der Skalierbarkeit und Kontrolle im Vergleich zu klassischen UGC-Kampagnen, die auf der Hoffnung basieren, dass Kunden freiwillig posten.

Der Paradigmenwechsel: Von Reichweite zu Authentizität

Früher dominierten Followerzahlen die Zusammenarbeit. Heute kaufen Sie primär das Asset und dessen Wirkung. Ein Creator mit 5.000 Followern kann ein Video produzieren, das in Ihren Anzeigen Millionen erreicht. Ihre Kampagnen-Rentabilität (ROAS) hängt somit weniger von der Reichweite des Creators ab, sondern von der kreativen Qualität und Authentizität des Contents.

Rechtliche Absicherung als kritischer Erfolgsfaktor

Ein häufiger Fehler in der Anfangsphase ist die Vernachlässigung der Rechtslage. Bei organischem UGC liegen die Rechte oft beim Kunden, was die kommerzielle Nutzung einschränkt. Bei professionellen UGC Creators schließen Sie einen Werkvertrag mit klar definierten Nutzungsrechten (Lizenzen) für bestimmte Kanäle, Regionen und Zeiträume. Diese rechtliche Klarheit ist ein wesentlicher Grund, warum Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen stark investieren.

Top 10 der bestzahlenden Branchen für UGC Creator in Deutschland

Die Investitionen in UGC Creator sind nicht gleichmäßig verteilt. Bestimmte Branchen haben die Effektivität erkannt und budgetieren entsprechend. Die folgende Analyse basiert auf Marktbeobachtungen, Plattformdaten und Erfahrungswerten aus Creator-Netzwerken. Die Rangfolge spiegelt die durchschnittlichen Honorare und die Volumina der Aufträge wider.

Rang Branche Durchschnittl. Honorar pro Asset* Typische Content-Formate Häufige Plattformen
1 E-Commerce & Fashion 300 – 1.500 € Hauls, Try-Ons, Styling-Tipps TikTok, Instagram, Pinterest
2 Beauty & Kosmetik 250 – 1.200 € Make-up Tutorials, Routinen, Reviews TikTok, Instagram, YouTube
3 Technologie & Electronics 400 – 2.500 € Unboxings, Setup-Tours, Alltagsnutzung YouTube, TikTok, Instagram
4 Food & Beverage 200 – 1.000 € Rezepte, Taste Tests, Kitchen Hacks Instagram Reels, TikTok, YouTube Shorts
5 Finanzdienstleistungen & FinTech 500 – 3.000 € Erklärvideos, App-Demos, Erfahrungsberichte LinkedIn, Instagram, YouTube
6 Automotive & Mobilität 600 – 3.500 € Testfahrten, Feature-Highlights, Lifestyle YouTube, Instagram, TikTok
7 Reise & Hospitality 350 – 2.000 € Hotel-/Destination-Tours, Aktivitäten, Tipps Instagram, TikTok, YouTube
8 Gaming & Entertainment 300 – 1.800 € Gameplay, App-Reviews, Challenges Twitch, TikTok, YouTube
9 Home & Living / DIY 250 – 1.500 € Einrichtungsvideos, Produktanwendung, Tutorials Instagram, Pinterest, YouTube
10 Bildung & E-Learning 400 – 2.200 € Kurs-Teaser, Lernmethoden, Erfolgsgeschichten LinkedIn, Instagram, YouTube

*Honorarspanne für ein Standard-Video (z.B. 30-60 Sekunden) mit eingeschränkten Nutzungsrechten (z.B. 12 Monate, Social Media). Komplexe Projekte und exklusive Rechte liegen deutlich höher.

E-Commerce & Fashion: Der volumenstärkste Markt

Die Branche setzt auf kurze, conversionsstarke Formate. Ein typischer Auftrag: 5 Creator produzieren je einen 45-sekündigen „Try-On-Haul“ mit 4-5 Artikeln aus der neuen Kollektion. Diese Videos werden sowohl organisch auf den Creator-Kanälen gespielt als auch von der Marke als Social Ads geschaltet. Der Erfolg wird an der Click-Through-Rate zur Produktseite und der generierten Umsatzsteigerung gemessen.

Finanzdienstleistungen: Hohe Budgets für vertrauensbildende Maßnahmen

Hier geht es weniger um Viralität, sondern um Vertrauen und Erklärung komplexer Produkte. Ein FinTech-Startup für Investments beauftragt UGC Creator, um die Bedienung der App im Alltag zu zeigen – vom ersten Login bis zur Portfolio-Analyse. Die Honorare sind höher, da die Compliance-Anforderungen streng sind und die Creator oft ein spezifisches, seriöses Image benötigen. Die Assets werden intensiv in Performance-Marketing auf LinkedIn und Instagram genutzt.

Budgetplanung und Vertragsgestaltung: So gehen Sie vor

Montag, 9:00 Uhr: Sie haben einen passenden UGC Creator gefunden. Wie vermeiden Sie nun Missverständnisse und halten das Budget im Rahmen? Der Schlüssel liegt in einem detaillierten Briefing und einem klaren Vertrag. Beginnen Sie mit einem kleinen, überschaubaren Pilotprojekt, um Zusammenarbeit und Ergebnisse zu testen, bevor Sie ein größeres Budget freigeben.

Erstellen Sie eine einfache Checkliste für das erste Briefing: 1) Gewünschtes Format (z.B. „vertikales Video, 45 Sekunden, mit Trend-Sound“), 2) Key Messages (max. 3), 3) Zu zeigende Produkte/Features, 4) Verbotene Aussagen (Compliance), 5) Stilrichtung („authentisch-begeistert“, „sachlich-erklärend“). Senden Sie diese Liste mit 2-3 Beispielvideos, die den gewünschten Stil treffen. Dieser Schritt reduziert Rückfragen und Nachbesserungen erheblich.

Kostenfaktor Niedriges Budget (ca. 150-500€/Asset) Mittleres Budget (ca. 500-1.500€/Asset) Hohes Budget (1.500€+/Asset)
Nutzungsrechte Eingeschränkt (z.B. 6 Monate, nur organische Social Posts) Umfassend (z.B. 24 Monate, organisch + Paid Social) Exklusiv/Unbegrenzt (inkl. TV, OOH, globale Nutzung)
Produktionsaufwand Creator stellt Produkt/Settings selbst Marke stellt Produkt, ggf. kleines Set-Budget Professionelles Set, Hair/Make-up, umfangreiches Produkt-Paket
Anzahl der Assets 1 Rohvideo 1-3 fertig geschnittene Videos + Fotos Mehrere Video-Versionen (Formate), umfangreiches Foto-Set
Revisionsschleifen Keine oder 1 kleine Revision 1-2 Revisionsrunden inkludiert Mehrere Feedbackschleifen, enge kreative Abstimmung

Investieren Sie in der Vertragsphase 10% mehr Zeit in die Definition der Nutzungsrechte. Das spart später 90% der rechtlichen Diskussionen und ermöglicht eine skalierbare Nutzung Ihrer Assets.

Ein häufiger Fehler ist es, nur das Honorar zu vergleichen. Ein günstiger Preis bei eingeschränkten Nutzungsrechten kann teuer werden, wenn Sie das erfolgreiche Video nach 6 Monaten nicht mehr nutzen dürfen oder keine Werbeanzeigen damit schalten können. Fragen Sie konkret nach: „Darf ich dieses Video für bezahlte Anzeigen auf Meta und TikTok für die Dauer von zwei Jahren nutzen?“

Der erste Schritt: Ein kleines Pilotprojekt

Wählen Sie ein einzelnes Produkt oder eine klar umrissene Kampagne aus. Beauftragen Sie 2-3 unterschiedliche Creator mit dem gleichen Briefing für jeweils ein Asset. Budgetieren Sie hierfür insgesamt 1.000 – 2.000 Euro. Messen Sie die Performance dieser Assets genau (Engagement-Rate, CTR auf der Website). Sie erhalten so nicht nur verwendbaren Content, sondern auch wertvolle Daten darüber, welcher Creator-Stil bei Ihrer Zielgruppe am besten funktioniert.

Content-Formate und Plattform-Strategie: Was wo funktioniert

Die Wahl des Formats bestimmt maßgeblich die Wirkung. Ein Format, das auf TikTok funktioniert, muss auf LinkedIn angepasst werden. Laut einem Report von HubSpot (2023) generieren kurze, informelle Tutorial-Videos die höchste Engagement-Rate im UGC-Bereich, dicht gefolgt von authentischen Produkttests im Alltagskontext.

Für TikTok und Instagram Reels sind schnelle Schnitte, trendige Sounds und eine unmittelbare, persönliche Ansprache („Du“-Perspektive) essenziell. Der Hook – die ersten 1-2 Sekunden – muss neugierig machen. Ein FinTech-Unternehmen ließ so zum Beispiel einen Creator filmen, wie er in der U-Bahn schnell eine Überweisung tätigt, mit dem Text-Overlay: „So sparst du dir den Gang zur Bank.“

Auf LinkedIn und im B2B-Bereich verschiebt sich der Fokus hin zu Mehrwert und Expertise. Formate wie „Ein Tag mit…“, in dem ein Fachmann zeigt, wie er Ihre Software nutzt, oder kurze Case-Study-Teaser mit einer konkreten Problem-Lösungs-Dramaturgie sind hier erfolgreich. Die Produktionsqualität kann etwas höher sein, die Authentizität bleibt aber der Schlüssel.

Der Multi-Format-Ansatz: Ein Dreh, mehrere Assets

Maximieren Sie die Ausbeute aus Ihrer Investition. Bitten Sie den Creator im Briefing, aus dem gedrehten Material nicht nur das Hauptvideo (z.B. 60 Sekunden), sondern auch zusätzliche Assets zu liefern: 1-2 kürzere Clips (15-30 Sek.) für Stories/Reels, 5-10 Standbilder für Feed-Posts oder Website und ggf. ein langes, ungeschnittenes Rohvideo für eventuelle spätere Neu-Zusammenschnitte. Diese Mehrleistung sollte im Voraus vereinbart und vergütet werden.

Performance-Messung und ROI: Von Likes zu Business-Impact

Freitag, 16:00 Uhr: Die UGC-Kampagne läuft. Wie weisen Sie nach, dass sich die Investition gelohnt hat? Verschieben Sie den Fokus von Vanity Metrics (Likes, Follower) hin zu geschäftlichen Kennzahlen. Richten Sie vor Kampagnenstart ein einfaches Tracking-System ein.

Öffnen Sie jetzt Ihr Google Analytics oder Ihren Social-Media-Ad-Manager. Erstellen Sie für jeden UGC-Post und jede daraus generierte Anzeige einen eindeutigen UTM-Parameter. So können Sie genau nachverfolgen, wie viel Traffic und wie viele Conversions (Newsletter-Anmeldungen, Produktansichten, Käufe) von welchem Creator und welchem Asset stammen. Diese eine Maßnahme verwandelt subjektives Gefühl in harte Daten.

Berechnen Sie nicht nur die direkten Umsätze. Berücksichtigen Sie auch die eingesparten Produktionskosten im Vergleich zu einer klassischen Werbefilmproduktion. Ein UGC-Video für 800 Euro, das über 12 Monate in Ads läuft und 500 Conversions generiert, hat einen deutlich besseren Cost-per-Acquisition (CPA) als ein teurer Imagefilm, der nach 4 Wochen nicht mehr genutzt wird.

Der wahre ROI von UGC zeigt sich oft in der langfristigen Senkung der Customer-Acquisition-Costs (CAC), nicht in einmaligen Kampagnen-Umsätzen.

Das A/B-Testing-Paradigma

Testen Sie systematisch. Schalten Sie eine Anzeige mit Ihrem besten Brand-Content parallel zu einer Anzeige mit dem neuen UGC-Asset. Vergleichen Sie bei gleichem Budget und Zielgruppe die Kosten pro Klick (CPC) und die Konversionsrate (CVR). Laut einer Meta-Analyse (2024) schneidet UGC-Content in 7 von 10 Fällen in mindestens einer dieser Kennzahlen signifikant besser ab. Diese Daten rechtfertigen nicht nur das Pilotprojekt, sondern auch ein größeres Folgebudget.

Rechtliche Fallstricke und wie Sie sie vermeiden

Die größten Risiken liegen im Rechtlichen. Ein erfolgreiches UGC-Video, das Sie wegen ungeklärter Rechte plötzlich nicht mehr nutzen dürfen, ist eine verlorene Investition. Die Lösung liegt in einem standardisierten Vertragswerk.

Ein Marketingleiter aus Hamburg beauftragte einen Creator für eine Serie von Fitness-Produktvideos. Der Vertrag regelte nur die Zahlung, nicht die Nutzungsrechte. Als die Videos erfolgreich waren, verlangte der Creator nachträglich eine deutlich höhere Vergütung für die Weiterverwendung. Die Marke stand vor der Wahl: Nachzahlen oder die gesamte Kampagne stoppen. Dieser Konflikt hätte durch einen klaren Lizenzvertrag vermieden werden können.

Ihr Vertrag sollte mindestens regeln: 1) Übertragung der vollständigen Nutzungsrechte (Weltweit, unbefristet ist ideal), 2) Konkrete Nutzungskanäle (Organische Social Media, Paid Ads, Website, E-Mail), 3) Model/Property Release für alle abgebildeten Personen und Orte, 4) Gewährleistung des Creators, dass keine Rechte Dritter verletzt werden (Musik, Marken), 5) Kennzeichnungspflicht als Werbung (#Werbung). Investieren Sie gegebenenfalls in anwaltliche Prüfung – es lohnt sich.

Zukunftstrends: Wohin entwickelt sich der UGC-Creator-Markt?

Der Markt professionalisiert sich rasant. Laut einer Prognose von eMarketer (2024) wird der Anteil von UGC-Content in bezahlten Social-Media-Kampagnen in Deutschland bis 2026 auf über 40% steigen. Gleichzeitig entstehen spezialisierte Agenturen und Plattformen, die die Zusammenarbeit standardisieren und skalierbar machen.

Ein aufkommender Trend ist die „UGC-as-a-Service“-Subscription. Statt Einzelprojekten bieten Creator-Pools oder Agenturen monatliche Pakete an, in denen Sie regelmäßig (z.B. wöchentlich oder monatlich) eine festgelegte Anzahl an Assets erhalten. Dies bietet Planungssicherheit und baut einen konsistenten Content-Flow auf. Für Branchen wie E-Commerce, die ständig neuen Content benötigen, ist dieses Modell besonders attraktiv.

Die Grenzen zwischen UGC, Creator-Marketing und klassischer Produktion verschwimmen. Die erfolgreichsten Marken kombinieren alle drei Ansätze zu einem kohärenten Content-Mix: Hochwertige Imagefilme für das Brand-Building, UGC-Assets für Performance und Vertrauen sowie Influencer-Kooperationen für Reichweite und Community-Aufbau. Der UGC Creator wird dabei zur verlässlichen und kosteneffizienten Säule in der Content-Produktion.

KI als Game-Changer für Skalierung und Personalisierung

Künstliche Intelligenz wird die Effizienz steigern, nicht den Creator ersetzen. Tools helfen bereits bei der Analyse von Performancedaten, um die erfolgversprechendsten Creator und Formate zu identifizieren. In der Briefing-Phase können KI-generierte Moodboards den gewünschten Stil visuell kommunizieren. Die eigentliche Kreation – die authentische, menschliche Performance – bleibt jedoch die Domäne des Creators. Die Zukunft gehört der Symbiose aus menschlicher Kreativität und KI-gestützter Effizienz.

Ihr nächster Schritt: Vom Lesen zum Handeln

Morgen früh können Sie damit beginnen, die Potenziale für Ihr Unternehmen zu erkunden. Sie müssen nicht sofort ein fünfstelliges Budget freigeben. Starten Sie mit einer konkreten, kleinen Analyse-Aktion.

Öffnen Sie jetzt einen neuen Tab und besuchen Sie die Plattform TikTok oder Instagram. Suchen Sie nach Hashtags zu Ihrer Branche kombiniert mit #UGCdeutsch oder #UGCcreator. Sichten Sie 10-15 Videos. Notieren Sie sich: Welcher Stil wirkt auf Sie am überzeugendsten? Welche Creator haben ein Ästhetik, die zu Ihrer Marke passen könnte? Dieser 15-minütige Recherche-Schritt gibt Ihnen ein konkretes Gefühl für den Markt und mögliche Partner.

Setzen Sie sich anschließend mit Ihrer Team oder Ihrer Führungskraft zusammen und diskutieren Sie eine Pilot-Idee. Welches einzelne Produkt, welche Feature oder welche Kampagne eignet sich für einen ersten, kleinstmöglichen Test? Welches Mini-Budget (z.B. 1.000 €) könnten Sie innerhalb des nächsten Quartals dafür freimachen? Definieren Sie ein klares, messbares Ziel für diesen Test, z.B.: „Senkung der Cost-per-Lead in unserer TikTok-Kampagne um 15% im Vergleich zum bisherigen Brand-Content.“

Die Zusammenarbeit mit UGC Creators ist kein kurzlebiger Hype, sondern eine strukturelle Anpassung an das veränderte Medienverhalten Ihrer Zielgruppe. Die Branchen, die heute am meisten investieren, tun dies nicht aus Experimentierfreude, sondern weil sie die messbare Überlegenheit in Performance und Glaubwürdigkeit erkannt haben. Ihr Wettbewerbsvorteil entsteht nicht dadurch, dass Sie perfekte UGC-Strategien von morgen planen, sondern dadurch, dass Sie den ersten, kleinen Schritt heute gehen.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ein UGC Creator und wie unterscheidet er sich von einem klassischen Influencer?

Ein UGC Creator produziert professionellen, authentischen Content im Stil eines Verbrauchers, oft ohne große eigene Reichweite. Der Fokus liegt auf der Content-Qualität und Glaubwürdigkeit, nicht auf Followerzahlen. Im Gegensatz zum klassischen Influencer-Marketing kaufen Sie beim UGC Creator primär die Nutzungsrechte an hochwertigen Bildern, Videos oder Texten, die Sie in Ihren eigenen Kanälen einsetzen können. Laut einer Studie von Linqia (2023) setzen bereits 42% der Marken auf UGC für Werbeanzeigen.

Wie berechne ich ein faires Budget für einen UGC Creator in Deutschland?

Ein faires Budget orientiert sich an Aufwand, Nutzungsrechten und Branche. Für ein einfaches Produktvideo mit eingeschränkten Nutzungsrechten können 150-500 Euro angemessen sein. Komplexe Kampagnen mit umfassenden Rechten (z.B. TV-Ausstrahlung) liegen schnell bei 2.000-5.000 Euro pro Asset. Erstellen Sie eine klare Briefing-Vorlage mit gewünschten Formaten, Nutzungsdauer und -kanälen, um vergleichbare Angebote zu erhalten. Kalkulieren Sie stets die Produktionskosten für vergleichbaren Content intern oder über eine Agentur als Benchmark.

Welche rechtlichen Aspekte muss ich bei der Zusammenarbeit mit UGC Creators beachten?

Ein rechtssicherer Vertrag ist unerlässlich. Er muss die vollständige Übertragung der Nutzungsrechte für die vereinbarten Kanäle, Regionen und Zeiträume regeln. Zudem benötigen Sie eine Einverständniserklärung der abgebildeten Personen (Model Release) und für geschützte Locations (Property Release). Die Kennzeichnungspflicht als Werbung (§ 5a UWG) muss vertraglich festgehalten werden. Lassen Sie sich den Nachweis über eventuell verwendete lizenzfreie Musik oder Fonts geben, um Abmahnungen zu vermeiden.

Kann ich UGC Content auch für bezahlte Werbung (Social Ads) verwenden?

Ja, das ist einer der größten Vorteile. UGC-Content erzielt in bezahlten Anzeigen oft eine höhere Engagement-Rate und niedrigere Kosten pro Klick als polierte Brand-Produktionen. Laut Nielsen (2022) wird UGC in Ads von 56% der Verbrauchern als vertrauenswürdiger eingestuft. Entscheidend ist, dass die entsprechenden Nutzungsrechte für „kommerzielle Werbung“ oder „paid media“ im Vertrag explizit enthalten sind. Testen Sie verschiedene UGC-Assets mit einem kleinen Budget, um die Performancestärksten zu identifizieren.

Wie finde ich passende UGC Creator für meine spezifische Branche in Deutschland?

Nutzen Sie Plattformen wie Insense, Billo oder Upwork mit speziellen UGC-Filtern. Durchsuchen Sie Hashtags wie #UGCcreatorGermany oder #UGCdeutsch auf Instagram und TikTok, um Talente mit passendem Stil zu finden. Professionelle Creators haben oft ein Media Kit oder ein Portfolio. Entscheidend ist ein detailliertes Briefing mit Moodboards. Fragen Sie gezielt nach Referenzen aus Ihrer Branche. Ein Probetask gegen eine Aufwandsentschädigung gibt Sicherheit vor einer größeren Kampagne.

Wie messe ich den ROI (Return on Investment) einer UGC-Kampagne?

Definieren Sie vorab klare KPIs, die über Likes hinausgehen. Typische Metriken sind: Engagement-Rate, Click-Through-Rate (CTR) auf Landingpages, Cost per Acquisition (CPA) bei Ads, Steigerung der Konversionsrate und generierte Social Proof (Shares, Saves). Nutzen Sie UTM-Parameter, um Traffic von UGC-Posts zu tracken. Vergleichen Sie die Performance von UGC-Assets direkt mit Ihrem Standard-Brand-Content in den Ads-Managern. Laut HubSpot (2023) führen Kampagnen mit UGC zu einer bis zu 50% höheren Conversion-Rate.

Ist UGC nur für B2C-Marken relevant oder auch für B2B?

UGC ist zunehmend auch für B2B relevant, allerdings in anderer Form. Statt Produkthighlights stehen Erfahrungsberichte von Mitarbeitern, Case Study Teasers, „Day-in-the-Life“-Videos von Anwendern oder kurze Erklärformate im Fokus. Plattformen wie LinkedIn und YouTube sind hier primär. Ein Software-Anbieter könnte etwa einen UGC Creator beauftragen, den Implementierungsalltag mit seinem Tool authentisch zu zeigen. Die Glaubwürdigkeit des „Peer-to-Peer“-Ansatzes überträgt sich laut einer Gartner-Studie (2024) auch auf komplexe B2B-Entscheidungsprozesse.


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